Web 2.0
Aus Gruppenleiter Wiki
Web 2.0 ist ein Schlagwort für eine neue Dimension der Internetnutzung. Es handelt sich hierbei nicht um einen fest definierten Begriff.
Inhaltsverzeichnis |
Prinzipien des Web 2.0
Diese Prinzipien gehen zurück auf Tim O’Reilly, Softwareentwickler und Buchautor, der mit seinem Aufsatz “What is Web 2.0” den Begriff maßgeblich mitprägte.
Das Internet als Plattform
Mehr denn je ist das Internet fester Bestandteil unseres Lebens. Es ist Ausgangspunkt für Kommunikation, Information, Freizeitbeschäftigung oder Einkäufe.
Kollektive Intelligenz
Ein wichtiges Kennzeichen ist die Einbeziehung des Wissens der Benutzer eines Angebots. Besonders deutlich wird dies bei Wikis, bei denen sich Benutzer zusammenschließen um gemeinsam an einem Projekt zu schreiben. Auch sonst gibt es viele Dienste, bei denen Nutzer aufgefordert sind eigenes Material bereitzustellen oder Bewertungen und Kommentare abzugeben.
Daten als "Intel inside"
Datenbanken sind ein wichtiges Element. Sie können in unterschiedlicher Form eine Rolle spielen, z.B. bei Google die riesigen Internetseitenverzeichnisse. Solche Daten sind ein zentraler Erfolgsfaktor für Firmen im Web 2.0.
Software ohne Lebenszyklus
Software wird nicht mehr als fertiges Produkt dem Kunden ausgeliefert, stattdessen werden kontinuierliche Verbesserung und begleitende Services wichtiger.
Lightweight Programming Models
Bei der Entwicklung von neuen Diensten spielt Einfachheit eine wichtige Rolle. Auch Barrieren zur Wiederverwertung (Mashups) sollen gering gehalten werden.
Software über Gerätegrenzen hinweg
Der Computer ist nicht mehr die einzige Zugriffsmöglichkeit auf das Internet. Mobiles Internet, z.B. über Handys wird immer wichtiger.
Rich User Experiences
Durch Neuerungen in der Webtechnologie ("Ajax") wurde es möglich, dem einfachen Benutzer Webapplikationen zur Verfügung zu stellen, die sich wir herkömmliche Computerprogramme bedienen lassen.
Applikationen
Die Möglichkeiten, die das Web 2.0 für die Jugendarbeit bieten sind jeweils bei den einzelnen Anwendungen aufgezeigt.
Soziale Netzwerke
In sozialen Netzwerke können Nutzer gegenseitig in Kontakt kommen, wozu sie für sich ein digitales Profil anlegen. Beispiele: StudiVZ, SchülerVZ, Facebook, Xing.
- Chance für die Jugendarbeit: Werbung, Kontaktpflege, Nachrichtenverbreitung, Feedback
Wikis
Wikis sind Websites, die von ihren Benutzern jederzeit bearbeitet oder erweitert werden können. Beispiele: Wikipedia, Gruppenleiter Wiki.
- Chance für die Jugendarbeit: Gemeinsame Vorbereitung, Wissenspool, Materialsammlung
Blogs
Weblogs (kurz: Blogs) sind im Prinzip digitale Tagebücher. Im Gegensatz zu einem "echten" Tagebuch muss es in einem Blog nicht um persönliche Themen gehen sondern kann ein sehr weites Themenspektrum bedienen, wobei aber dann meist zumindest ein persönlicher Schreibstil gewählt wird. Der aktuellste Eintrag steht immer an oberster Stelle. Eine besondere Form ist das Microblogging, wie es zum Beispiel über Twitter möglich ist. Beim Microblogging sind nur Kurznachrichten möglich.
- Chance für die Jugendarbeit: Informationsverbreitung, Werbung
Cloud Computing
Verlagerung von Anwendungen in das Internet. Beispiele: Google Docs, Zoho
- Chance für die Jugendarbeit: Gemeinsame Terminkalender, Gemeinsame Arbeit an Dokumenten, Einfache Zusammenarbeit
Sonstige
- YouTube - Online stellen von Videos
- Social Bookmarking - Linkempfehlungen
- Podcasts - Regelmäßig erscheinende Audiobeiträge zum Abonnieren
Inhaltliche Arbeit
Das Thema bietet auch Anknüpfungspunkte für die inhaltliche Arbeit. Themen, z.B. für eine Gruppenstunde können sein:
- Schüler VZ & Co: Wie real sind virtuelle Freundschaften?
- Was sind mir meine persönlichen Daten wert? Beratung & Gefahrenaufklärung zum Umgang mit persönlichen Daten im Internet.
- Zusammen ist man stark - Die Bedeutung von Gemeinschaft z.B. in Wikis
Siehe auch
Weblinks
- Tim O'Reilly: What is Web 2.0, Deutsche Übersetzung
- Blog zum Thema "Internet und Kirche"
- Sascha Düx: Jugendmedienarbeit im Web 2.0
Literatur
- Ertelt, Röll: Web 2.0: Jugend online als pädagogische Herausforderung. Kopaed, 2008. ISBN 978-3-86736-031-9
