Spurensuche

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Spurensuche ist eine Methode um Gott im eigenen Leben zu spüren und wahrzunehmen, was mit Hilfe der vier Schritte Erinnern, Erzählen, Entdecken und Antworten gelingen soll. Spurensuche ist in Gruppen und Kreisen der Schönstatt-Bewegung entstanden. Zugleich gibt es auch eine gleichnamige Website, die dieses Projekt fördern soll und auf der regelmäßig neue Impulse zu finden sind.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Spurensuche leitet an, die Anregungen des Heiligen Geiste in uns und um uns zu spüren und wahrzunehmen. Wie ein Windrad den Wind aufnimmt und in Energie umwandelt, so soll das, was wir im eigenen Herzen entdecken und was sich in unserer Umgebung als Zeichen der Zeit zeigt, von uns als "Stimme Gottes" verstanden werden. Es soll uns Kraft und Energie schenken, in unserem Leben Gott eine Antwort zu geben. Zugrunde liegt die Überzeugung, dass wir überall Gottes Spuren entdecken können: in dem, was in unserem eigenen Inneren lebt, in der Begegnung mit anderen Menschen, mit der Schöpfung, mit Ereignissen der kleinen und großen Geschichte, mit Vorgängen in Wissenschaft und Technik.

Anwendungsmöglichkeiten

Spurensuche ist eine Meditationsart für

  • Kleine Gruppen: Nach dem Einstimmungsgebet kann ein Gruppenmitglied Schritt für Schritt den nebenstehenden Text vorlesen und dadurch die Gruppe durch die Meditation führen. Erfahrungen, die alle gemeinsam berühren, bieten sich zu einem weiterführenden Gespräch an.
  • Gremien in Kirche und Gesellschaft: Zu Beginn eines Treffens schauen sie auf ihren gemeinsamen Weg. Was sie miteinander wahrnehmen, können sie im Glauben deuten und daraus Anregungen für ihr weiteres Handeln finden.
  • Einzelne: Sie können in entsprechend abgewandelter Form die Schritte der Spurensuche gehen.

Wie geht Spurensuche?

Einstimmungsgebet

Gott, wir bitten dich um Aufmerksamkeit für deine Gegenwart in unserer Mitte. Sende uns deinen Heiligen Geist, der unsere Herzen sehend und hörend macht und unsere Gedanken führt.

1. Erinnern

Was hat mich in den vergangenen Tagen besonders umgetrieben, beeindruckt, angerührt? Ich lasse in Stille diese Erfahrungen noch einmal in meinem Inneren lebendig werden.

2. Erzählen

Was möchte ich den anderen erzählen? Ich teile mit, was mir wichtig ist: Innere Anregungen, Erfahrungen, Ereignisse... Wach höre ich auf das, was die anderen einbringen.

3. Entdecken

Was fällt mir bei diesen Erinnerungen besonders auf? Wo kann ich in dem Gehörten Gottes Spuren erahnen, seine Nähe, seine Liebe, seine Schönheit, seine Führung, seine Wünsche, seine Zumutungen, seine Unbegreiflichkeit...? Darüber kann ich mit den anderen ins Gespräch kommen.

4. Antworten

Wozu fühle ich mich gedrängt: zum Denken, Fragen, Klagen, Bitten, Schenken, mich oder etwas zu verändern? Ich überlege still für mich, was ich tun möchte. Wir können auch miteinander entscheiden, was wir gemeinsam in Angriff nehmen.

Dankgebet

Großer Gott, wir danken dir für das Geschenk deiner Nähe. Wir bitten um Kraft für das, was zu tun ist, und um Geduld für das, was wir nicht verstehen. Mit Maria beten wir: "Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott meinen Retter."

Weblinks

Literatur

  • Hubertus Brantzen - Brannte uns nicht das Herz? Eine Einführung in den geistlichen Weg der Spurensuche, Patris Verlag, ISBN 3-87620-253-1
Persönliche Werkzeuge