Einführung zum Thema Spiele

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Spiele sind lustbetonte, von äußeren Zwecken freie Tätigkeiten und daher ein beliebtes Mittel in der Jugendarbeit. Spiele können auch wichtige pädagogische Bedeutungen erfüllen.

Inhaltsverzeichnis

Anlässe

Spiele eignen sich zu verschiedenen Anlässen:

  • Kennenlernen
  • Sport
  • Spielerisches Lernen
  • Kräfte messen
  • Gemeinschaft stärken
  • Entspannung
  • Auflockerung

Planung

Auch ein Spiel sollte nicht einfach planlos gestartet werden. Folgende Dinge sind zu bedenken:

  • Wie ist meine Gruppe zusammengesetzt? In welcher Stimmung/Situation ist sie gerade?
  • Welche Ziele verfolge ich mit diesem Spiel?
  • Wie steht es um die äußeren Voraussetzungen? (Zeit, Örtlichkeiten, ...)
  • Welches Material wird benötigt?
  • Wer leitet das Spiel?

Werden mehrere Spiele hintereinander gespielt, ist auch darauf zu achten, dass genügend Abwechslung vorhanden ist.

Auf einzelne Aspekte soll im Folgenden noch näher eingegangen werden:

Zusammensetzung der Gruppe bedenken

Sind die Mitglieder der Gruppe bereits miteinander vertraut? Wenn nein, sind Spiele, bei denen enger Körperkontakt zu Stande kommt ungeeignet. Wenn ja ist dies weniger problematisch. Des Weiteren ist auch wichtig, aus wem die Gruppe besteht:

Kinder

Kinder muss man für Spiele in der Regel nicht lange motivieren. Ihre unbändige Energie lässt bewegungsreiche Spiele eigentlich immer gut ankommen. Ruhige Spiele sollten auf Grund der noch recht kurzen Aufmerksamkeitsspanne nicht zu lange dauern oder mit bewegungsreichen kombiniert werden.

Jugendliche

Bei Jugendlichen ist manchmal schon viel Überredungskunst erforderlich, um sie zum Spielen anzuregen. Das liegt aber nicht daran, dass sie das nicht gerne tun, sondern weil sie das oftmals für kindisch halten. Wichtig ist daher, dass die Spielleitung überzeugend und motivierend wirkt.

Erwachsene

Für Erwachsene stellen Spiele eine Möglichkeit zur Entspannung und Befreiung vom Wirklichkeitsdruck dar. Dennoch muss auch hier erst einmal Überzeugungsarbeit geleistet werden, denn die Hemmungen sind zunächst einmal groß. Einmal in Schwung gebracht, gibt es jedoch auch hier vermutlich schon bald kein Halten mehr.

Spielleitung

Die Spielleitung ist für die Spielerklärung (siehe unten) verantwortlich und sorgt bei der Durchführung für einen reibungslosen Ablauf, in dem er beispielsweise über die Einhaltung der Spielregeln wacht. Diese Person hat also eine anspruchsvolle Aufgabe und benötigt dafür viel Fingerspitzengefühl.

Spielerklärung

Ziel der Spielerklärung ist es, dass alle Teilnehmer das Spiel verstanden haben. Die Erklärungen müssen für alle Teilnehmer hör- und sichtbar und inhaltlich vor allem klar und nachvollziehbar sein. Dabei helfen das Verwenden von kurzen Sätzen, die Wiederholung von wichtigen Aspekten oder das Veranschaulichen an beispielhaften Spielsituationen. Beginne mit den (einfachen) Grundregeln und komme erst später auf möglich Sonderfälle zu sprechen. Am Ende der Ausführungen sollte noch Raum für Fragen sein.

Spieldurchführung

Nach dem nun alles geklärt ist, kann es ja losgehen. Wichtig bei der der Durchführung ist nun ein wachsames Auge der Spielleitung, um frühzeitig eingreifen zu können, wenn sich etwas in eine falsche oder unerwünschte Richtung entwickelt. Besonders zu achten ist auf die Sicherheit der Teilnehmer, zum Beispiel in dem man bei zu hohen körperlichen Belastungen bremst. Wichtig ist in jedem Falle, dass die Person des Spielleiters zu jedem Zeitpunkt die Kontrolle über das Geschehen hat.

Problemsituationen

Fehlende Motivation

Wichtig ist, dass die Person(en), die das Spiel anleitet, selbst motiviert ist - nur dann ist sie auch in der Lage andere anzustecken. Um fehlende Motivation bei anderen verstehen zu können, ist es notwendig, die Ursachen dafür zu kennen. Oft lassen sich diese nämlich leicht beheben. Gruppen mit unterschiedlichen Spielstärken können ausgeglichen werden, ausgelutschten Spiele kann man mit veränderten Regeln neuen Pepp verleihen. Notfalls auf ein anderes Spiel ausweichen.

Schlechte Verlierer

Um großer Frustration oder Aggressivität nach einer Niederlage vorzubeugen sind ein paar Dinge wichtig. Erstens sollte eine Kultur der Wertschätzung vorhanden sein, die Verlierer nicht stigmatisiert. Zudem ist es auch wieder hier Aufgabe eines Gruppenleiters in Verlierersituationen Vorbild zu sein und Beispiel zu geben. Dann kann man auch gegebenenfalls glaubwürdig von einem Gruppenkind einfordern, nach einer Niederlage nicht überzureagieren und den eigenen Frust nicht an Dritten auszulassen.

Siehe auch

Weblinks

Literatur, Spielekarteien

  • M. Grünewald - Mainzer Spielkartei
  • Hirling, Hans - Das große Buch der 1000 Spiele, Herder Verlag, ISBN-13 978-3451290503
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