Networking

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Networking (deutsch: Netzwerken) bezeichnet der gezielte Aufbau und Erhalt eines Systems von persönlichen Kontakten. Networking ist ein Begriff, der hauptsächlich in der Arbeitswelt geläufig ist. Hier wird Networking häufig betrieben, um die eigenen Karrierechancen zu verbessern. Doch auch in der Jugendarbeit finden sich viele Anknüpfungspunkte.

Inhaltsverzeichnis

Networking in der Jugendarbeit?

Auch in der Jugendarbeit ist es sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen und Erkenntnisse der Networking-Forschung zu Nutze zu machen. Schließlich steht beispielsweise ein Gruppenleiter, der eine Ortsgruppe leitet mit einer Vielzahl von Personen und Stellen in Beziehung: Gruppenkinder, Eltern, Pfarrer, Gemeindemitarbeiter, andere Gruppenleiter, andere Jugendverbände, Bürgermeister, Jugendbüro und viele mehr. Je intensiver diese Verbindungen (Links) sind, desto besser. Beispiel Gemeinderat: Dieser entscheidet in der Regel über die finanzielle Unterstützung der Jugendarbeit vor Ort. Es liegt auf der Hand, dass es daher von großer Bedeutung ist, zu diesem Gremium in guter Beziehung zu stehen. Hier könnte man beispielsweise mit einer Präsentation der momentan laufenden Jugendarbeit Punkte sammeln.

Wie funktioniert Networking?

Schritt 1: Reflexion

Zunächst ist es wichtig sich zu überlegen, mit wem ich denn im Moment in Beziehung stehe (beispielsweise mit Hilfe eines Brainstormings, wie diese Verbindung momentan und wie wichtig dieser Link ist. Außerdem ist herauszufinden, wer für meine Arbeit noch von Bedeutung ist oder sein könnte, zu dem ich bisher aber noch gar nicht in Beziehung stehe.

Schritt 2: Auswertung

Nun kann ich hoffentlich erkennen, wo mein Beziehungsnetz bereits sehr gut geknüpft ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht. Ich mache mir nun also Gedanken darüber, wie ich Verbesserungen erreichen, Hindernisse aus dem Weg räumen und neue Kontakte anbahnen kann.

Schritt 3: Umsetzung

Der entscheidende Schritt ist natürlich die zuvor gemachten Überlegungen dann auch in die Praxis umzusetzen.

Tipps

  • Networking ist keine Einbahnstraße! Es geht nicht nur darum, dass ich durch die Beziehungen zu anderen profitiere, ich teile auch meine Informationen, meine Fähigkeiten, mein Wissen mit Anderen.
  • Beziehungen müssen nicht nur hergestellt, sondern auch gepflegt werden!

Networking und Liebesbündnis

Ein zentraler Gedanke des Liebesbündnis ist die Vernetzung. Diese geschieht in drei Richtungen: Im Vordergrund steht zunächst einmal die Verbindung mit Maria. Doch diese Verbindung ist kein Selbstzweck – sie soll näher an Jesus führen (2. Richtung). Drittens ist auch die Verbindung der Menschen untereinander von zentraler Bedeutung. Networking ist also Liebesbündnis pur.

Kritik

Natürlich kann man sich fragen, wozu dieses ganze „Networking-Gerede“ dienen soll – schließlich enthält dies doch keineswegs sensationell neue Erkenntnisse; Kontaktpflege zwischen Menschen gibt es schließlich schon seit Jahrtausenden. Dies ist natürlich vollkommen korrekt. Das Anliegen des Networkings ist es jedoch, sich diesen Prozessen, die meist automatisch geschehen bewusst zu werden. Das heißt Kontaktpflege gezielt zu reflektieren, zu steuern und für sich und für Andere zu Nutzen zu machen.

Literatur

  • Hampp, Rainer - Networking in Organisationen, Rainer Hampp Verlag
Persönliche Werkzeuge