Liedauswahl Gottesdienst

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Bei der Vorbereitung für einen Gottesdienst steht man auch vor der Entscheidung, welche Lieder für welche Stellen des Gottesdienstes zu wählen sind. Es gibt Liedelemente, da ist die Auswahl relativ frei, bei anderen Elementen jedoch ist das klar festgelegt. Hier ein paar Hilfestellungen:

Grundsätzliches

  • Es sollten geistliche Lieder sein. Eucharistiefeier ist Gottes-dienst, das bedeutet zuerst Gottes Dienst an uns. Und wir lassen uns auf diesen Dienst ein, nehmen bewusst die Verbindung mit Gott auf durch das Gebet.
  • Eine „Nagelprobe“, ob ein Lied für den Gottesdienst passt ist, dass in diesem Lied Gott (Gott, Vater, Sohn, Hl. Geist) angesprochen wird oder dass es erzählt von Gottes Wirken an uns (ist da meistens dann so, dass dann auch gleichzeitig Gott angesprochen wird im Sinne eines Dankes.) Eine weitere Möglichkeit ist ein Gebet an einen Menschen, in dem Gott besonders gewirkt hat, d.h. Heiligen.
  • Jede Eucharistiefeier hat ihre Dynamik. Die erfinden wir nicht einfach selbst, sondern die will Gott mit uns gestalten. Das ist das Wirken Gottes in Jesus an uns, wie es sich vor allem zeigt in Abendmahl, Tod und Auferstehung von Jesus. Wir glauben, dass das, was damals passiert ist, auch jetzt bei uns wieder passiert. Denn: Wenn Christen (Juden übrigens auch) sich „erinnern“ an die Taten Gottes, dann denken sie nicht an etwas, was mal war. Sondern dann glauben sie, dass Gott das auch heute wieder tut. Daher gibt es an manchen Stellen sinnigerweise verschiedene Vorgaben, welche Lieder passen, damit diese Dynamik erfahrbar wird.

Katholischer Gottesdienst

  1. Eingangslied: Keine weiteren Vorgaben.
  2. Kyrie: Im Kyrie bitten wir Jesus, dass er in unserer Mitte ist. Daher ein Lied, in dem das „Kyrie“ oder das dreimalige „Herr (bzw. Christus) erbarme dich“ vorkommt.
  3. Gloria (=Ruhm/Ehre/Lobpreis): Nur an Sonn- und Feiertagen. Ein Lied, das zum Gloria passt. Der eigentliche Gloriatext findet sich im Gotteslob Nr. 354 – das Lied sollte in etwa diese Gedanken aufgreifen.
  4. Antwortgesang: Nach der Lesung. Manchmal (aber nicht unbedingt sinnvoll) als „Zwischengesang“ bezeichnet. Eigentlich ein Psalm, der inhaltlich was mit der Lesung zu tun hat. Deswegen „Antwortgesang“ oder „Antwortpsalm“. Ist bei uns in der Regel ein Lied. Viele Lieder sind auf der Basis von Psalmen komponiert. Da ist man aber insgesamt etwas freier.
  5. Halleluja: Kommt unmittelbar danach und vor dem Evangelium. Kann der Priester singen mit Hallelujavers, das ist dann ein kurzer Satz aus dem Evangelium
  6. Fürbittruf: Kann man natürlich auch sprechen. Singen hat den Vorteil, dass die Fürbitten nicht so einfach „abgehackt“ werden, sondern von den Mitfeiernden aufgenommen werden. Z.B. ein Taizevers. Es sollte ein Bittvers sein.
  7. Gabenbereitung: Hier wird meistens ein Gabenlied genommen. Kann gut auch ein Lied sein, das einfach inhaltlich zum Gottesdienst passt.
  8. Heilig (Sanctus): Ist stark festgelegt. Das Heilig ist eigentlich eine Komposition der Vision des Propheten Jesaja und dem, was die Leute am Palmsonntag beim Einzug Jesu in Jerusalem gesungen haben. Da also (ausschließlich) ein Heiliglied, d.h. ein Lied, das mit einem dreimaligen Heiligruf beginnt.
  9. Friedenslied oder Agnus Dei: Nur eines von beidem: Friedenslied – legt sich nahe, etwas mit der Thematik Frieden, Agnus Dei ist dann ein Lied mit dem dreimaligen Anrufen von Jesus als dem „Lamm Gottes“.
  10. Danklied nach der Kommunion: Eben ein Danklied, ansonsten relativ freie Auswahl.
  11. Schlusslied: Auswahl ziemlich frei, auch ein Marienlied passt hier gut.

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge