Körpersprache

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Die Körpersprache hilft uns zu erfahren wie wir auf unseren Gegenüber oder andere Menschen wirken. Wir lernen die Signale unseres Gesprächspartners bewusster zu erkennen und richtig einzuschätzen. Nützlich ist dies um unsere beruflichen Verhandlungen und Gespräche, sowie Beziehungen besonders erfolgreich gestalten zu können. Durch ein waches Auge und offene Sinne öffnet uns die Körpersprache den direkteren Weg sowie den freieren Umgang mit dem Gesprächspartner. Gleichzeitig kann ich meine eigene Körpersprache auch gezielt dazu einsetzen, eine bestimmte Wirkung zu erzielen.

Inhaltsverzeichnis

Ein Überblick über die wichtigsten Gesten

Hand-zu-Kopf- und Hand-zum-Mund-Gesten

Hand-zu-Kopf- oder Hand-zum-Mund-Gesten sind eine besonders augenfällige Gruppe von Gesten, deren psychologischer Hintergrund mitunter stark erscheint.

  • Wer sich in diesem Bereich berührt oder kratzt, ist oder gilt als ängstlich, nervös oder verwirrt oder unter Umständen als nachdenklich.
  • Wenn kleine Kinder zu ihrer Beruhigung am Daumen lutschen, so gibt es ähnliches orales Verhalten bei Erwachsenen, die aus diesem Grund Nägel kauen, auf die Knöchel beißen, an Stiften und Brillenbügeln herumknabbern.
  • Wenn Menschen lügen, neigen viele dazu, sich an der Wange zu kratzen, an der Nase zu reiben oder an ihrem Ohrläppchen zu ziehen. Und wer etwas abschätzt, der streicht sich gerne das Kinn.

Schutz-Überkreuzung

Sehr häufig wird auch die sogenannte Schutz-Überkreuzung, auch Schranken-Signal genannt, eingesetzt. Mit dieser Geste reagieren viele Menschen dann, wenn sie ein Gebiet betreten, mit dem sie nicht vertraut sind. Man kreuzt in einem solchen Fall auf irgendeine Art vor seinem Körper einen Arm. Da gibt es

  • den, der in einem solchen Fall seine Manschetten berührt,
  • einen, der nach seiner Brieftasche greift,
  • den, der sich die Haare aus dem Gesicht streift u. ä. m.

Innere Zustände wie Vorfreude, Befriedigung, usw.

Wenn es darum geht Vorfreude, Befriedigung, Verzweiflung, Selbstbeherrschung, Vertrauen oder Angeberei, also innere Zustände, gestisch zu artikulieren, verfügen wir über ein ganzes Repertoire von Gesten, die in bestimmten Kulturen, Ländern oder Regionen oder sogar auf der ganzen Welt ohne weiteres verstanden werden.

  • Wir reiben uns die Hände bei einer großen Vorfreude,
  • Wir klatschen in die Hände, um zu sagen, "so das ist erledigt",
  • Wir ringen unsere Hände vor Verzweiflung,
  • Wir breiten unsere Handflächen nach oben, um an jemanden zu appellieren oder wenn wir Angst haben, die Beherrschung zu verlieren.
  • Wer arrogant ist, steckt unter Umständen seine Daumen in die Taschen oder steckt sie unter seinen Gürtel, und
  • Wenn uns die Streitlust packt stemmen wir unter Umständen unsere Hände beidseitig an die Hüften.

Gesten mit den Beinen

Aber auch mit den Beinen kann man sehr aussagekräftig gestikulieren.

  • Wer seine Beine krampfhaft überkreuzt oder die Knöchel dicht geschlossen hält, dazu gar seine Knie noch mit den Händen umfasst, wirkt sehr gestresst und ist vielleicht übervorsichtig.
  • Wem unangenehme Fragen gestellt werden, der neigt vielleicht dazu, seine Beine zu überkreuzen.
  • Wer über ein schwach ausgeprägtes Selbstbewusstsein verfügt, hat vielleicht die Tendenz, seine Fußkanten nach innen, statt nach außen oder geradeaus zu richten.
  • Arroganz kann es sein, wenn man beim Sprechen mit einem Partner den Stuhl herumdreht und sich mit gespreizten Beinen darauf setzt, wobei gerade dies natürlich noch eine sexuelle Dimension besitzt, die vor allem die kulturell bedingten Sitzpositionen von Frauen mit bedenken lässt.

Literatur

  • Samy Molcho - Körpersprache / Alles über Körpersprache
  • Michael Argyle - Körpersprache und Kommunikation
  • Julius Fast - Körpersprache
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