Jugendgottesdienst zum Thema Beten
Aus Gruppenleiter Wiki
Ein Jugendgottesdienst zum Thema "Beten", durchgeführt 2008 von der Schönstattjugend Freiburg in Freiburg-Merzhausen.
Inhaltsverzeichnis |
Beginn
Eröffnungslied
Begrüßung der Gottesdienstbesucher
Zitat von Mutter Teresa:
„Der Mensch ist von Gott nie weiter entfernt als ein Gebet“
Um zu verstehen, was Beten eigentlich ist, möchten wir Euch nun bitten, eine knappe Minute lang zu schweigen, falls es Euch möglich ist die Augen zu schließen und dabei einmal zu versuchen NICHT zu beten….
[Stille]
Jeder hier hat in dieser kurzen Zeit sicher seine eigenen Gedanken gemacht. Mancher hat sich vielleicht schon gefragt, ab wann Beten überhaupt beginnt. Hierzu eine kleine Anregung:
"Gott,
…
Da bin ich nun und will beten.
…
Aber wie?!?
Ok – ich probier’s mal.
„Vater unser im Himmel…“
O Gott, das klingt so gestelzt!
…
Vielleicht anders:
„…“
Mir fällt kein anderes Gebet ein !
…
Mein Gott, ich kann nicht beten,
aber bin ich dann überhaupt Christ? –
Bloß nichts anmerken lassen…
Aber irgendwie möchte ich doch, dass Gott einen Platz in meinem Leben hat, möchte ich ihm mein Leben zeigen.
Ich will, dass er in mein Leben eintritt… - aber wie sag ich’s ihm?
Wie kann ich ihm sagen, was heute los war, was alles in der Schule oder am Arbeitsplatz geschehen ist?
Wie kann ich ihm sagen, dass ich Stress mit meinen Eltern und meinen Freunden habe?
Wie sagen, dass ich mein Leben ändern möchte und dass ich seine Hilfe eigentlich bitter nötig habe?
Wie mach ich ihm klar, dass mir der Mut fehlt, eine feste Beziehung zu leben?
Wie zeig ich ihm, dass ich gar nicht so bin, wie es den Anschein hat?
Wie mache ich ihm deutlich, dass ich manchmal vor Angst vergehe und lieber nicht wissen will, was der nächste Tag bringt?
Wie sag ich’s ihm bloß?
Oder – weiß er es schon?
Hab ich vielleicht gerade gebetet?"
Quelle: Pray! Das JugendGebetBuch, Verlag Butzon & Bercker, 2005, ISBN 3-7666-0576-3
Kyrie
Gott, unsere Liebe zu Dir und zu unseren Mitmenschen ist in Gefahr, wenn wir die Sprache des Betens verlernen. Darum möchten wir Dich um Dein Erbarmen bitten.
Erbarme Dich, wenn wir uns keine Zeit zum bewussten Beten nehmen. Herr erbarme Dich…
Erbarme Dich, wenn wir im Gebet Unmögliches fordern, einen Handel mit Dir abschließen wollen und dann noch sauer sind, wenn es nicht geklappt hat. Christus erbarme Dich…
Erbarme Dich, wenn wir nicht hinhören, wenn Gott uns etwas sagen will. Herr erbarme Dich….
Kyrielied
Gloria (nur an Sonn- und Feiertagen)
Tagesgebet
Gott,
Du brauchst nicht unser Gebet, aber wir brauchen es.
In uns wird etwas anders, wenn wir wirklich zu beten versuchen.
Beten erweitert unseren Horizont,
wir können dann mehr sehen und mehr hören.
Wir besinnen uns auf das, was Du von uns willst.
Dann wird jeder Moment unseres Lebens wichtig und wertvoll.
Hilf uns darauf zu vertrauen, dass Du ständig für uns da bist und uns immer begleitest.
Amen
Lesung
1 Tim 2, 1-4
Antwortgesang
Evangelium
Matthäus 6, 5-15
Predigt
Möglichkeit für den Abschluss der Predigt: Wenn wir beten, sollen wir das zurückgezogen für uns machen, haben wir im Evangelium gehört. Wir sollen uns beim Beten aber auch unserer Gemeinschaft bewusst sein, Vater unser im Himmel sollen wir beten und nicht mein Vater im Himmel. Beides, das zurückgezogene Beten ganz für uns und das Beten als Gemeinschaft wollen wir nun tun. Dazu soll in jeder Reihe eine Kerze weitergegeben werden. Jeder hat kurz die Möglichkeit ganz für sich ein Gebet zu sprechen, bevor er oder sie die Kerze weitergibt. Dazu wollen wir uns nun etwas Zeit lassen.
Fürbitten
- Herr, viele Jugendliche und junge Erwachsene sind heute zusammen gekommen, um mit dir zu beten. Jedoch finden nicht alle Jugendliche immer einem Draht zu dir. Hilf ihnen, dein Handeln nicht in Frage zu stellen, sondern gib ihnen Kraft und Nähe, deinen Spuren zu folgen. Wir bitten dich erhöre uns
- Herr, viele Kinder, Jugendliche, junge Familien und Alte, in Kriegsgebieten und Armutsgegenden beten jeden Tag voll Hoffnung zu dir. Schenke ihnen jeden Tag zu essen und zu trinken, um Kraft für das zu haben, was ihnen bevorsteht. Wir bitten dich erhöre uns
- Herr denken wir an die Toten, mit denen wir in Gedanken verbunden sind und erinnern uns an Anfang und Ende. Beten wir für alle, die gerade in dein Reich aufgestiegen sind, um deine Nähe und Liebe zu erfahren. Wir bitten dich erhöre uns
- Mit den Kerzen haben wir all die Gebete hier versammelt, die wir hier im Gottesdienst an Dich gerichtet haben. All diese Gebete möchten wir in dieser Fürbitte einschließen.) Je nachdem, ob das Element mit den Kerzen überhaupt stattgefunden hat. Wir bitten dich erhöre uns
Gabenbereitung
Lied zur Gabenbereitung
Szenenspiel
-Handyklingeln aus der Bank-
- Wessen Handy hat denn jetzt geklingelt?
- Meins.
- Wer ruft Dich denn an, wenn Du im Gottesdienst bist?
[Sprecher aus der Bank kommt nach vorne]
„Gott ist dran. Soll ich den Anruf überhaupt entgegennehmen? Oder soll ich ihn lieber erst mal auf meine Mailbox sprechen lassen? Was will er mir denn überhaupt sagen?
Und wenn es öfter klingeln würde, würde ich dann vielleicht sagen, oh Gott, der schon wieder! Weil ich mir vermutlich schon gut vorstellen kann, was er mir zu sagen hat. Vielleicht würde ich dann irgendwann das machen, was viele Menschen tun: das Handy einfach ausschalten. Nicht mehr empfangsbereit sein, temporaryly not available. Oder ich würde mich schon darauf freuen, weil es vielleicht die Sorte von Anrufen ist, die man sehr geren, kann ich etwas von Gott mitbekommen. Und dazu haben wir jetzt in der Eucharistiefeier eine ganz besrn entgegen nimmt.
Was wird Gott mir sagen wollen, wenn er mich auf meinem Handy anruft? Er würde mir sicher sagen, was gut und richtig für mich und meine Mitmenschen ist. Aber dazu muss ich auch empfangsbereit sein und mir zeit nehmen auf diesen Anruf zu hören. Nur wenn ich bereit bin still zu sein und zu höondere Gelegenheit. Wenn wir selbst in einem empfangsbereiten Zustand sind, ruhig werden und hören, dann können wir jetzt sehr viel von Gott mitbekommen.“
Lied zum Sanctus
Friedenslied
Nach der Kommunion
Beten ist einfach.
Teile Gott dein Leben mit. Deine Ängste, deine Hoffnung, deine Wünsche.
Frage an und zweifle. Zeige dich, wie du bist.
Gott kennt dich, du musst ihm nichts vormachen.
Beten ist Rhythmus.
Versuche regelmäßig zu beten.
Das kannst du überall, zu jeder Zeit.
Beten ist Wiederholung.
Dir muss nicht jeden Tag etwas Neues einfallen.
Gott braucht keinen Leistungsdruck.
Wenn dir ein Gebet gefällt, nimm es dir öfter vor oder bete bekannte Gebete.
Es ist oft überraschend, wie viel sich darin entdecken lässt.
Beten ist Stille.
Du brauchst keine Angst vor ihr zu haben.
Schweige einfach – denn gerade in der Stille
kannst du Gott oft einfacher finden, als du denkst,
und dabei zu dir selbst kommen.
Beten ist Gemeinschaft.
Auch wenn du ganz allein auf einem Felsen betest.
Zur gleichen Zeit beten unzählige Menschen auf der ganzen Welt.
Habe auch Mut, mit Freunden gemeinsam zu beten.
Beten verbindet und schafft Vertrauen.
Schlusslied
Segen, Danksagung
