Gottesdienst zum Thema Mobbing
Aus Gruppenleiter Wiki
Dieser Gottesdienst wurde im Rahmen einer Ministrantenfreizeit mit dem Thema Mobbing entworfen und kann je nach Teilnehmergruppe verändert werden
Inhaltsverzeichnis |
Einstieg
Es wird ein Bild mit nach Farben geordneten Negerküssen und Gummibärchen mit einer auf Mobbing hinzielenden Frage aufgebaut.
Liebe Minis,
das Wochenende neigt sich dem Ende zu. Nach hoffentlich interessanten Aktion und viel Spaß wollen wir hier nun Gottesdienst halten. Mobbing hat also auch schon die Süßigkeitenindustrie erreicht. Auch setzten wir uns immer wieder damit auseinander, sei es als Gemobbter oder als der, der seine Mitmenschen mobbt. Ich lade euch ein, euch entspannt hinzusetzten, die Meditation auf euch wirken zu lassen und die Frage in Ruhe und Besinnung für euch selbst zu beantworten.
Habe ich auf dieser Minifreizeit jemanden geärgert?
Wenn ja, wen habe ich unfair behandelt, bei wem wäre vielleicht auch eine Entschuldigung fällig?
Warum habe ich mich dazu hinreißen lassen? Weil er vielleicht anders war als ich?
Weil ich mich dadurch besser fühle, wenn sich andere schlecht fühlen oder ich mich dadurch von den anderen akzeptiert fühle?
Achte ich im Alltag auch oft nur auf Äußerlichkeiten z.b. coole Klamotten, stemple andere ab ohne mir ein genaueres Bild gemacht zu haben?
Gibt es jemanden, den ich überhaupt nicht ausstehen kann und es ihm auch überdeutlich zeige? Natürlich kann man sich nicht mit jeden gleich gut verstehen, aber muss es dann immer ein so großes Gegeneinander sein?
Oder ist es doch viel wichtiger, dass man sich versteht und miteinander lachen kann?
Guter Gott, du siehst, wir sind nicht perfekt und machen oft Dinge, die wir eigentlich nicht wollen. Wir bitten dich nun im Kyrie um Verzeihung und um deine Nähe.
Kyrie
Barmherziger Gott- oft verschließen wir uns vor unserem Nächsten- HERR erbarme dich
Barmherziger Gott- Manchmal kann unser Verhalten verletzen- CHRISTUS erbarme dich
Barmherziger Gott- Mobbing ist leider eine alltägliche Sache- HERR erbarme dich
Lesung
Josef und seine Brüder (Genesis 37, ff)
Evangelium
Rollenspiel zu Mt9,9-13 und 5,38-48
Erzähler:
Eine Bearbeitung aus dem Matthäusevangelium. Jesus ging mit seinen Jüngern in Galiläa umher und sah Matthäus, einen Zöllner an der Zollstelle sitzen Jesus kommt mit seinen Jüngern vorbei:
Jünger: Da, ein Zöllner! So ein Halsabschneider! Lass uns gehen Meister
JESUS: Matthäus, folge mir nach!
Matthäus: Aber ich bin doch nur ein Zöllner
JESUS: Steh auf und folge mir nach!
Alle gehen in das Haus!
Erzähler: Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern. Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern:
Pharisäer: Wie kann euer Meister, dieser Fresser und Säufer zusammen mit Zöllnern und Sündern, diesen Ungläubigen, die mit den Römern paktieren, essen? Erzähler: Er hörte es und sagte:
JESUS: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
Predigt
Mann sind die Schwarz/Weiß, Mann!! Farbtrennung macht Kinder froh und Erwachsne ebenso!! Diese Slogans könnt ihr hier noch einmal vor euch sehen. Sie greifen unser Thema des Wochenendes auf: ?! Mobbing. Hier haben wir die Süßigkeiten nach Farben geordnet. Am Freitag ging es ein bisschen um die Apartheid in Afrika. Mobbing ist aber nicht nur eine Frage bei Naschzeug oder in Afrika, sondern, wie wir in den Gruppenstunden gesehen haben ein alltägliches Problem. Mobbing ist auch kein Problem nur von heute, sondern auch schon in der Bibel zu finden. In der Geschichte von Josef und seinen Brüdern wird Josef verkauft, bloß weil er scheinbar mehr geliebt wird von seinem Vater und Träume hat, die seinen Brüdern nicht passen. Auch in der Gesellschaft Jesu wurden Menschen wegen z.b. ihrer Herkunft oder ihres Berufes gemein behandelt. Im Evangelium Jesus auf einen Zöllner. Zöllner waren von den Juden schlecht angesehen, weil sie die römischen Steuern eintrieben. Sie zahlten den Römern Geld und durften dafür Geld von den Anderen verlangen. Um zu überleben mussten sie natürlich mehr Geld verlangen, als die Römer als Steuern festgesetzt hatten. Deshalb soll Jesus an Matthäus vorbeigehen und die Pharisäer, sehr gläubige und einflussreiche Juden können nicht verstehen, warum er bei Zöllner und Sündern ist. Sie regen sich sogar bei seinen Jüngern über ihn auf und nennen ihn einen Fresser und Säufer. Jesus aber bleibt standhaft, sucht die Gesellschaft mit diesen Zöllnern und Sündern, auch wenn er weiß, dass ihm dies Probleme bei den Juden einbringen wird, er sich sogar in Lebensgefahr begibt. Und anstatt kleinlaut zu werden oder dieses Mahl zu verlassen fordert Jesus seine Zuhörer und heute uns zu Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf! Das ist ein schwerer Auftrag und ist sicher nicht leicht. Tag für Tag gibt es bei jedem von uns Situationen, wo wir einfach mit der Massen mitschwimmen könnten, wir hätten es einfach und könnten immer auf den Schwächeren herumhacken. Sei es weil sie nicht so coole Klamotten tragen, etwas anders aussehen, mehr wiegen oder einfach nicht so beliebt sind. Aber genau dies ist der falsche Weg! Jesus macht es uns vor. Er geht auf die Zöllner und Sünder zu, steht zu dem, was er tut, mit allen Konsequenzen. Nächstenliebe ist sicher keine leicht zu lebende Sache, aber auch da können wir wie Jesus auf Gott, unseren Vater vertrauen und versuchen, Jesu Auftrag als Christen zu erfüllen. Bitten wir Gott nun, dass er uns hilft, dies in unserem Alltag, besonders auch wenn morgen die Schule wieder beginnt zu berücksichtigen und zu leben!
Fürbitten
- Hilf uns, dass wir alle Menschen, denen wir begegnen, gleich behandeln, unabhängig von Aussehen und Charakter.
- Lass uns uns so gegenüber Mitmenschen verhalten, wie auch wir selbst gerne behandelt werden wollen.
- Gib jedem Einzelnen von uns den Mut, auch Außenseiter in unsere Gemeinschaft aufzunehmen.
- Wir bitten dich, dass Nächstenliebe und Barmherzigkeit fester Bestandteil in unserem Leben werden.
- Gib uns die Einsicht, unseren Vorgesetzten wie Eltern und Lehrern mit Respekt zu begegnen.
- Gib uns Kraft, Ausdauer und Freunde für die kommende Zeit.
Auch im Vater unser, das wir nun gemeinsam sprechen wollen steckt die Botschaft Jesus: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern! Fassen wir uns als Ministrantengemeinschaft an den Händen.
Geben wir uns auch jetzt die Hand als Zeichen, das wir das, was wir auf dem Wochenende erarbeitet haben ernst nehmen und wünschen uns Frieden
Segen
Guter Gott segne uns, begleite uns in der folgenden Zeit in unserem Alltag und lass uns dieses Wochenende in guter Erinnerung behalten. Gib uns Mut, wie Jesus offen auf alle zuzugehen und lass uns so zu einem besseren Miteinander als Ministrantengemeinschaft und in unserem Unfeld verwirklichen.
Es segne uns Gott, der immer mit uns auf dem Weg ist im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes! Amen
Zu einer guten Gemeinschaft gehört auch, miteinander Spaß zu haben und deshalb wollen wir nun gleichsam die Mobbingdarstellung gemeinsam aufessen!
