Feedback

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Als Feedback (dt: Rückmeldung, Resonanz) bezeichnet man einen offenen Austausch über wahrgenommenes Verhalten, beispielsweise nach einer Gruppenarbeit. Feedback ist für den Feedback-Nehmer von Bedeutung, um etwas über sich und seine Wirkung auf Andere aufzuklären. Dies kann ihm wichtige Erkenntnisgewinne und Lernerfahrungen eröffnen. Konkret bedeutet dies die Möglichkeit, Verhaltensweisen zu ändern und Zusammenarbeit effektiver zu gestalten.

Inhaltsverzeichnis

Feedback und Jugendarbeit

An vielen Stellen in der Jugendarbeit senden und empfangen wir Feedback, zum Beispiel der Gruppenleiter seinem Gruppenkind oder das Team seinem Projektleiter und umgekehrt. Feedback kann verletzen, demotivieren, bloßstellen, aber auch Freude bereiten, ermutigen, Korrekturen ermöglichen. Deshalb ist es auch so wichtig, die Methode sauber anzuwenden und sich einiger grundlegender Vorgänge bewusst zu werden. Konstruktives Feedback - geben und nehmen - ist nicht einfach, sondern muss eingeübt werden.

Theoretische Grundlagen

Die Wirkungsweise von Selbst- und Fremdwahrnehmung lässt sich sehr gut anhand des Johari-Fensters darstellen. Dieses Modell teilt Wahrnehmung in vier Bereiche auf: Verhalten und Motivationen, die...

  1. ...sowohl der handelnden Person und auch den Interaktionspartnern bekannt sind, zeigt Bereich A
  2. ...Anderen bekannt sind, jedoch nicht dem Selbst sind durch den Bereich B dargestellt
  3. ...man selbst erkannt hat, den Gegenübern aus Scham, Scheu, Ängstlichkeit aber nicht zeigen will repräsentiert Bereich C
  4. ...Andere nicht kennen und die man auch selbst nicht bewusst wahrnimmt, zeigt Bereich D.

Ziel jeder Selbsterziehung sollte sein, den Bereich der freien Aktivität (A) zu vergrößern, um damit seine Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Offenes und gutes Feedback (geben als auch nehmen), das regelmäßig praktiziert wird, ist eine hilfreiche Methode dies zu erreichen.

Feedback geben

Eine Rückmeldung macht nur dann Sinn, wenn sie gewünscht ist und zeitnah erfolgt. Daher sollte der Feedback-Sender bestimmte Regeln beachten. Grundbedingung ist ein offener und ehrlicher Sender.

Feedback-Regeln

  1. An Stärken ansetzen, Negatives und Positives hervorheben
  2. Verhaltensweisen sachlich beschreiben, nicht Personen bewerten
  3. Konkret auf die Situation beziehen, nicht verallgemeinern
  4. Fokus auf Änderbares
  5. Sichergehen, dass vom Gegenüber alles richtig verstanden wurde

5 goldene Regeln

  • Sprich von Dir und Deinem Endruck (Du bist nicht "man" oder "wir")
  • Lasse den anderen aussprechen (Du weißt sonst nicht, was er wirklich sagen will)
  • Sprich von konkreten Einzelheiten (Es ist nicht alles schlecht/gut)
  • Lasse dem anderen einen Ausweg (In die Ecke gedrängt zu werden "blockiert")
  • Sage auch, was Dir gut gefallen hat

Formen

Feedback kann auf unterschiedlichen Wegen übermittelt werden:

  • Persönliches Gespräch
  • Fragebogen (Evaluation)
  • Schriftliche Rückmeldung
  • Körpersprache: Gestik, Mimik (meist unbewusst)

Weiterhin ist ein angemessener Umfang des Feedbacks wichtig.

Feedback nehmen

Prinzipiell handelt es sich bei Feedback um ein Angebot, das man annehmen oder ablehnen kann. Der richtige Umgang mit diesem Angebot will erlernt sein. Wichtig ist erst einmal festzustellen, dass es nicht darum geht, als Person beurteilt zu werden, sondern eine Rückmeldung über die Wirkung des eigenen Verhaltens auf den Feedback-Geber zu erhalten. Wer das Feedback-Angebot angenommen hat, sollte auch in der Lage sein, diese Rückmeldung dann auch zu akzeptieren. Sollte es zu Sticheleien oder Anschuldigungen kommen, so ist es besser diese zu überhören, als zum Gegenangriff auszuholen. Wichtig sind Offenheit, Sachlichkeit und aktives Zuhören. Grundsätzlich sollte man in einer solchen Rückmeldung als Chance zur Weiterentwicklung betrachten.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge