Brainwriting

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Brainwriting ist eine Methode zur Ideenfindung, in der Regel in einer Gruppe und ist eine Abwandlung des Brainstormings.

Inhaltsverzeichnis

Vorgehen

In einer Gruppendiskussion sammeln die Teilnehmer ihre Einfälle zum vorgegebenen Thema. Als Ausgangspunkt hierzu dient ein Ausgangsthema oder eine Ausgangsfrage, die zunächst klar definiert werden muss. Ist dies geschehen, beginnen alle Sitzungsteilnehmer auf jeweils eigenem Papier in Stille damit ihre Gedanken und Ideen dazu aufschreiben. Wie beim Brainstorming geht es auch hier nicht darum, dass jeder Einfall zielführend sein muss. Gehen die eigenen Ideen dann irgendwann zur Neige, legt man sein Blatt in die Tischmitte und nimmt sich dafür das Papier eines anderen Sitzungsteilnehmers. Wenn Konzentration und Kreativität sichtlich abnehmen ist es Zeit für den Sitzungsleiter das Brainwriting zu beenden. Nun gilt es die Ergebnisse zu sichten, zu bewerten und weiter zu bearbeiten. Um die Ergebnisse anschaulicher zu machen sollten diese anschließend noch strukturiert werden, zum Beispiel in Form einer Mind Map.

Varianten

6-3-5-Methode

Prinzip

Die Zahlen 635 stehen für 6 Teilnehmer, die jeweils 3 Ideen liefern, die wiederum von 5 Personen weiterbearbeitet werden.

  1. Dabei erhält jeder Teilnehmer ein Blatt, auf dem 18 Kästchen sind, die sich durch 3 Spalten und 6 Zeilen ergeben (siehe Standardvorlage).
  2. Nun überlegt sich jeder auf die zuvor definierte Ausgangsfrage hin drei Ideen und schreibt jede Idee in ein Kästchen der ersten Zeile.
  3. Im Kreis gibt nun jeder Teilnehmer nach einer bestimmten Zeit (z.B. 5 Minuten) sein Blatt mit einer ausgefüllten ersten Zeile an seinen Nachbarn weiter.
  4. Der Nachbar versucht nun, diese Ideen zu vervollständigen, zu erweitern und weiterzuentwickeln. Seine Ergebnisse schreibt er dann in das Kästchen unter der jeweiligen Idee in die zweite Spalte.
  5. Nach abgelaufener Zeit wird das Blatt wieder weitergegeben und das ganze wiederholt sich erneut.
  6. Am Ende hat schließlich jeder Sitzungsteilnehmer jedes Blatt einmal bearbeitet. Die besten Ideen können nun vorgestellt und weiter bearbeitet werden.

Andere Gruppengrößen

Die Methode ist prinzipiell für jede Gruppengröße denkbar. Beispielsweise können genauso gut 4 Leute 5 Ideen entwickeln und diese an 3 Leute weitergeben (wäre also eine 453-Methode). Dazu bräuchte es nur ein Blatt mit 5 Spalten und 3 Zeilen. Sogar alleine kann die Methode funktionieren. Dazu in die erste Spalte wie gewohnt 3 Ideen für eine Problematik schreiben. In der zweiten Runde zu jeder Idee eine Variante/Abänderung überlegen und in der dritten eine Variante/Abänderung der Variante, quasi eine 133-Methode. Am Ende kann man dann versuchen, die beste Möglichkeit(en) auszuwählen.

Vorlagen

Kartentechnik

siehe Hauptartikel Kartentechnik

Kritische Betrachtung

Vorteilhaft ist, dass durch eine simple Methoden sehr viele Ideen in kurzer Zeit entstehen können. Alle Teilnehmer müssen selbstständig mitarbeiten und können sich dabei von den Ideen der anderen inspirieren lassen. Nachteilig kann sein, dass es in der Kürze der Zeit nicht möglich ist, seine Ideen klar darzulegen.

Literatur

  • Anne Brunner - Kreativer denken: Konzepte und Methoden von A-Z, Oldenburg Verlag, ISBN 978-3486585629
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